Beschreibung der Anwendungen

Die individuelle Einstellung von Intensität und Rhythmus

Die Intensität

Die Intensität ist stufenlos bis zu einem Maximum regelbar und stets so einzustellen, dass die Behandlung als angenehm empfunden wird. Die Intensität wirkt als fließender Strom zwischen den Handelektroden. Eine zu hoch gewählte Intensität kann zwar nicht schaden, aber sie wird meist als unangenehm empfunden und kann dadurch den Patienten verängstigen. Von Mensch zu Mensch ist die elektrische Leitfähigkeit unterschiedlich. Entsprechend ist die Intensität von Fall zu Fall einzustellen.

Der Intensitätsregler

Die Anzeige über dem Intensitätsregler gibt den jeweiligen Intensitätspegel in % des Maximalwertes an. Bei Ausfall der Netzspannung oder beim Herausziehen des Netzsteckers während der Therapie wird das Gerät automatisch abgeschaltet. Die gelbe Betriebsleuchte erlischt. Um das Gerät wieder in Gang zu setzen, muss der Intensitätsregler zunächst ganz auf 0 gedreht werden. Beim erneuten Anschalten leuchtet die gelbe Betriebsleuchte wieder auf. Das Gerät ist sofort wieder funktionsbereit.

Der Rhythmus

Der Rhythmus der elektrischen Reizung ergibt sich aus der Anzahl der Taktvorgänge pro Sekunde. Er ist stufenlos regelbar von 1,0Hz bis 0,1Hz und ist nach Therapiebedarf einzustellen.

Die Rhythmus- Lichtanzeige

Die über dem Rhythmusregler angebrachten Anzeigen (gelb) blinken im jeweiligen Arbeitsrhythmus und visualisieren damit die eingestellte Taktlänge.

Grundsätzliches zur Anwendung von Schöndorf-Strom

Die Wahl der Stromqualität

Es stehen zwei Stromqualitäten zur Verfügung:

  1. Eine zur Durchführung der manuellen Therapie mit Handelektroden bzw. Kinesie. Hierzu wird die Drucktaste am Symbol nach unten gedrückt.
  2. Eine zur Durchführung einer Festanlagentherapie bzw. Fixierung wie vorzugsweise bei Gelenken und Organen. Hierzu wird die Drucktaste am Symbol durch ein weiteres Drücken nach oben geholt.

Die Einstellung von Intensität und Rhythmus

Zu Beginn ist grundsätzlich eine geringe Intensität und ein kurzer Rhythmus zu wählen. Dies gilt für beide Stromqualitäten, da nur bei kurzem Rhythmus die ansteigende Intensität rechtzeitig wahrgenommen werden kann. Deshalb sollte man grundsätzlich nach jeder Anwendung Intensitäts- und Rhythmusregler nach links zum Anschlag zurückdrehen. Später können Intensität und Rhythmus dem jeweiligen Therapiebedarf angepasst werden. Immer steht die Intensitätsanpassung an ein angenehmes Therapieempfinden beim Patienten im Vordergrund.

Die Handhabung der Handelektroden

Die Hände werden einfach jeweils in die Laschen der Handelektroden eingesteckt. Welche Hand in welcher Elektrode steckt und an welcher Buchse am Gerät angeschlossen wird, ist dabei ohne Bedeutung. Bei der anschließenden Anwendung genügt ein leichter Druck auf die Muskulatur. Man nennt diese, mit den Handelektroden durchgeführte Anwendung auch Kinesie (Bewegende Behandlung). Mit den Handelektroden erreicht man eine großflächige Einwirkung auf die zu behandelnden Körperzonen und stimuliert mit beachtlichen Ergebnissen die Ver- und Entsorgungsmechanismen von Knorpel, Bänder, Muskeln und Bindegewebe.

Die Handhabung der Fixierelektroden

Die Fixierelektroden werden benutzt, um gezielt eine Gelenkkapsel, ein Nervengeflecht oder ein Organ anzuregen. Hierzu werden die Elektroden am Zielort fest angelegt und mit einem Band befestigt.